Dienstag, 22. Mai 2012

Soja? So nicht!

Vielen, die sich schon länger vegan ernähren, werde ich hier nichts Neues erzählen, aber ich denke, es gibt auch noch genügend Menschen, denen die Zusammenhänge in diesem Ausmaß noch nicht klar waren, deswegen möchte ich das hier unbedingt nochmal deutlich machen, zumal der Film wirklich schockierend ist.

Irgendwie ist es auch ein bisschen gemein, da wird man zum Veganer und denkt, man macht nun alles richtig und tut keinem mehr weh, wenn man statt Kuhmilch Sojamilch ins Müsli kippt, die Heidelbeeren auch nur noch in den Sojajoghurt rührt und für die Sojawürstchen ist auch kein Tier gestorben. Es könnte alles so schön sein... ist es aber nicht. Denn dass sowohl Mensch als auch Umwelt gehörig leiden, wenn man nicht aufpasst, welche Sojaprodukte man kauft, wird in diesem Film klar.



Hier ein erfreulicher Artikel aus dem Spiegel im Zusammenhang zum Film.

Ich weiß, das tut jetzt richtig weh, weil man als Veganer ja eh schon seine liebe Not hat beim Einkaufen und man sich gerade anfing zu freuen, dass es in den Supermärkten inzwischen halbwegs so etwas wie eine Auswahl gibt, meist vorallem an Produkten von Alpro und im Biomarkt die tollen Sachen von Provamel - ABER: Die gehören zu Dean Foods und Dean Foods bezieht von Monsanto und mehr brauche ich nun wohl nicht mehr zu sagen. Die dritte Marke von Sojajoghurt, die ich hier noch zu kaufen bekomme in den Läden ist Sojade, die wiederum nicht hunderprozentig vegan ist. Und nun? Keine Ahnung, ich warte noch darauf, dass es mal eine Marke wirklich gut mit allen meint.
Weitere Informationen zum Zusammenhang von Monsanto und Dean Foods (und auch anderen Marken) findet man hier.

Wirklich auf der sicheren Seite ist man wohl nur, wenn man Bio-Sojaprodukte kauft. Aber selbst da sind gewisse Anteile von gentechnisch verändertem Soja erlaubt. Hier findet sich ein ganz guter Beitrag von Ökotest dazu.

 

Kommentare:

  1. Hallo Kate,
    leider habe ich jetzt gerade keine Zeit, das lange Video anzuschauen, dennoch kommen mir bei Deinem Beitrag und Deinen Worten, daß man meint, man würde mit veganer Lebensweise niemandem mehr weh tun und alles richtig machen, gerade Gedanken an einen TV-Beitrag, den ich vor längerem mal gesehen habe. Dieser hat mir bewußt gemacht, daß man auch bei veganer Ernährung nie ganz gefeit ist davor, daß Tierausbeutung hinter einem Produkt steht.
    In dem TV-Beitrag ging es um Reisanbau. Dort mußte ein Wasserbüffel durch das Reisfeld waten, ein schweres Gerät hinter sich herziehend. Dahinter lief der Reisbauer und trieb es an. Der Büffel tat mir so leid und ich dachte: Mist, da kauft man ein pflanzliches Produkt, und bei der Produktion werden Büffel als Sklaven eingesetzt. Fand ich ganz schön deprimierend :-(.

    Liebe Grüße
    Iris

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    1. Da kommt es aber auch wieder darauf an wie man seine Tiere behandelt.
      Auch der Einsatz von Zugpferden beim Holzabbau ist wirtschaftlicher und oekologischer als ein Harvester.
      Hier muss man einen Kompromiss finden und solange ein Tier gut behandelt wird finde ich es ok Arbeitstiere zu nutzen.
      Ich mache mir mehr Sorgen um die Kinder, die die Haelfte der Sachen in meinem Kleiderschrank produziert haben.

      Die einzigen Moeglichkeiten welche uns also bleiben ist rohkoestlich, vooellig ohne Strom und als Selbstversorger(der auch seine samen wieder selber zieht) zu leben oder einfach gemeinschaftlich den Loeffel abzugeben, damit der Planet sich selbst zurueck erobern kann.Es ist unmoeglich voellig konsequent zu sein und alleine vegetarisch zu leben bringgt schon soo viel!
      (oder wie ich einfach ganz wenig Fleisch, Fisch, Ei und Milch, man goennt sich dann halt nur ein mal im Jahr ein Steak)

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  2. Ich sehe das auch so, man kann nicht alles perfekt machen, es gibt so viele Sachen, wo was schief läuft, da müsste man wirklich alles selbst anbauen und selbst dann würde man noch irgendwelche Tierchen platttrampeln, irgendwas ist immer.
    Ich denke, man sollte informiert sein und abwägen, das ist wichtig, jegliches Leid vermeiden ist einfach unmöglich.

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